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Die Eisenbahnstrecke von Osnabrück nach
Bielefeld wurde im August 1886 eröffnet. Das
Problem des "Haller Willem" war von Anfang
an die lange Fahrzeit durch die anfangs
"gemischten Züge". Den Personenzügen wurde
Güterwagen beigegeben, die auf den
Zwischenbahnhöfen wieder ausrangiert, oder
weitere Güterwagen an den Zug gekuppelt
wurden. Ein solcher "gemischter Zug"
benötigte 1905 bei einer Geschwindigkeit von
40 km/h fast 2½
Stunden für die Strecke.
Mit Beginn
des zweiten Weltkrieges im September 1939
wurden die durchgehenden Zugpaare auf sieben
erhöht. An Werktagen kam noch ein
zusätzliches achtes Zugpaar - Mittags -
hinzu. Vier weitere Zugpaare verkehrten auf
Teilstrecken. Für den sonntäglichen
Ausflugsverkehr gab es Züge auf den
Streckenabschnitten von Osnabrück Hbf nach
Wellendorf sowie von Osnabrück Hbf nach
Dissen/Bad Rothenfelde.
Anfang der
80er Jahre wurden die durchgehenden
Verbindungen auf vier Zugpaare reduziert.
Bielefeld war ja auch über Löhne und Herford
von Osnabrück aus erreichbar. Am 3.Juni 1984
kam für den Personenverkehr zwischen
Osnabrück und Dissen/Bad Rothenfelde das
"Aus". Während dieser Streckenteil des Haller Willem stillgelegt wurde, ist das
Angebot im Schienenpersonenverkehr auf dem verbliebenen Streckenabschnitt Dissen/Bad
Rothenfelde bis Bielefeld Hbf sogar
verstärkt
worden.
Im
Dezember 1999 wurde der stillgelegte
Streckenabschnitt zwischen Osnabrück und
Dissen/Bad Rothenfelde an die
Verkehrs-gesellschaft Landkreis Osnabrück (VLO)
verpachtet. Nach umfangreichen
Reaktivierungs-arbeiten, bei dem u.a. der
gesamte Oberbau der Strecke erneuert wurde,
ist der Haller Willem seit dem 12.Juni 2005
wieder durchgehend befahrbar. Der
Personenverkehr wird ab diesem Datum von der
Nordwestbahn realisiert, die zuvor auch
schon den Südteil des Haller Willem
bediente.
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VT 75 um 1950 auf dem Haller Willem |